Wanderung zur Anse Major

Irgendwann drehe ich dem blöden Hahn in der Nachbarschaft den Hals um. Der krakeelt in den frühen Morgenstunden was das Zeug hält und es ist noch stockfinster draußen. Kann der blöde Kerl nicht schlafen? Ich falle noch einmal in einen unruhigen Halbschlaf, aber kurz nach 7.00 Uhr stehen wir auf. Noch haben wir keinen Plan, was wir heute machen wollen. Mal schauen, was das Wetter sagt. Cecile kommt wie immer kurz vor 8.00 Uhr und macht uns das Frühstück. Die beiden Hausmädchen sind schon wieder fleißig am Putzen. Ob man die mit nach Hause nehmen kann? Cecile textet uns wie jeden Morgen zu. Sie redet und redet, unheimlich viel und gern und vor allem schnell. Wir müssen ganz schön lauschen, um alles zu verstehen. Aber sie ist total lieb. Wir erzählen ihr von unserer Misere mit dem Internet und sogleich bietet sie an, uns morgen früh mit zu sich nach Hause zu nehmen, um unsere mails abzurufen und mails zu senden. Na ja, so wichtig ist es uns aber nicht wirklich.
Bevor wir uns jetzt Gedanken zum Tagesablauf machen will ich mal “schnell” einige Gedanken zu Mahé festhalten, wo wir nun doch schon seit einigen Tagen sind. Mahé ist in jeder Beziehung die Hauptinsel der Seychellen, obwohl sie mit 27km Länge und maximal 8 km Breite auf den meisten Weltkarten nur wie ein Fliegenschiss inmitten des Indischen Ozeans ist. Hier leben ca. 65.000 Einwohner, das sind rund 90% der Bevölkerung. Die ersten Siedler nannten sie die “Insel des Überflusses”. Tatsächlich bietet Mahé landschaftlich gesehen die meiste Abwechslung von allen Seychellen-Inseln. Ihr höchster Gipfel ist über 900m und im Morne Seychelloise National Park sind große Bestände des ursprünglichen Regenwaldes erhalten. Das zentrale Bergmassiv Mahés trennt den vom Passatwind verwöhnten südlichen und westlichen Teil der Insel von den Touristenpfaden und Victoria. Es ist die ländlichste Gegend. Hier drang die Zivilisation mit ihren geteerten Straßen, der Elektrizität und größeren Hotels erst sehr spät vor. Vielleicht ist sie deshalb auch die schönste Ecke der Insel mit unzähligen versteckten Buchten, Kokosplantagen und einsamen Stränden. Hier sieht man Fischer, die am Strand ihre frischen Fische verkaufen, einsame Buchten und alte Pflanzerhäuser unter Zakfrucht- und Bananenbäumen. Die Einheimischen gehen barfuß und mit Einkaufstaschen aus Palmenwedeln zum Dorfladen. Zu den versteckten Buchten kommt man nur über charmante kleine Dörfer und dann über steile, holprige und staubige Straßen. Die Strände sind umgeben von Takamaka-Bäumen, die bis aufs Wasser ragen. Hier wird wenig Englisch gesprochen, hier herrscht die kreolische Sprache noch vor. Die Bewohner des Südens gelten bei den Hauptstädtern als Hinterwäldler. Alles in allem ist Mahé bunt, lebendig, vielfältig und einfach nur traumhaft schön.

Das Wetter scheint heute toll zu werden und wir entscheiden uns zu einer Wanderung zu einer einsamen Bucht, der Anse Major. Die Wanderung ist im Reiseführer als leicht beschrieben und soll ca. 1,5 Stunden dauern. Obwohl wir gewissermaßen mit den Hühnern bzw. mit einem nervigen Hahn aufstehen, brauchen wir morgens immer unheimlich viel Zeit, zumal ich auch immer noch das blöde Tagebuch auf den neuesten Stand bringen muss. Ich gebe mal schnell noch 2 T-Shirts von Uwe zum Waschen. Sie sind auch voller Salzwasser und Sonnenmilch und obwohl sie schon seit 2 Tagen zum Trocknen hängen, sind sie immer noch feucht. Gegen 11.00 Uhr kommen wir endlich los und kaufen einem kleinen Supermarkt 4 Liter Wasser und zwei Blätterteigpasteten, die vermutlich mit Fisch gefüllt sind. Keine Ahnung, ich habe die Dame nicht verstanden. Die Verkäuferin hat uns mächtig über’s Ohr gehauen, was uns Blödies aber erst im Auto so richtig bewusst wurde. Wir haben für die 4 Flaschen Wasser und die Pasteten 86 Rupie bezahlt, das sind ca. 7 €, das ist der Hammerpreis! Die hat einfach noch mal 50 Rupie aufgeschlagen, wahrscheinlich Touristenpauschale. Selbst schuld, wir hätten es ja gleich prüfen können. Wir fahren die Straße bis zum Ende (hier geht es echt nicht weiter). Hier ist auch das “Edel-Restaurant La Scala”. Wir ziehen unsere Trekkingsandalen an und beginnen unsere Wanderung. Der Weg führt immer bergauf, die Straße ist noch geteert. Wir passieren ein kleines Dorf und als wir an einem Haus vorbeikommen, spricht uns ein Seychelloise an.Privatschneiderei Er zeigt uns einen Flughund, der in einem Käfig auf seiner Terrasse hängt. Er sagt, er hat ihn gefunden, als er (also der Flughund) noch ein Baby war und jetzt hat er das als sein neues Zuhause akzeptiert. Dann bittet er uns in sein Haus. Er ist Schneider und macht Pareos, Röcke, Hosen, Hemden – alles mögliche eben. Er schwatzt mir einen Rock auf, in dem ich gelinde ausgedrückt aussehe wie die dicke Tante Litfass. Ich meine, der Rock ist sehr schön nur passt der so gar nicht zu meiner Figur. Der arme Kerl ist irgend- wie behindert und tut mir leid, also kaufe ich den Rock, den ich nie tragen werde. Ich sage ihm, dass wir ihn auf den Rückweg mitnehmen. Habe keine Lust, ihn die ganze Zeit mit mir herum zu tragen, obwohl er sehr leicht ist. Er will mir in dieser Zeit, in der wir unterwegs sind, auch noch ein paar Shorts nähen. Er nimmt Maß an meinen Jeans. Gott sei Dank trage ich drunter einen Bikini. Der Kerl macht echt vor nichts halt. Ich weiß nicht, was er für eine Krankheit hat, er ist total steif und kann sich weder bücken noch beugen. Jetzt laufen wir aber endlich los, es ist mittlerweile 12.00 Uhr mittags. Wie immer bei Skotschiers, mittags, in der größten Hitze! Wir passieren noch einige wenige Häuser und klettern dann, nachdem wir noch für einen Moment in dichten Dschungel eingedrungen sind, in der prallen Sonne die schwarzen Granitfelsen hinauf. Jetzt folgen wir einem Fußpfad durch die wohl rauheste Gegen von Nord-Mahé, über die Klippen und durch einen Teil des Morne Seychelloise National Park.Wanderung über schwarze Granitfelsen Der Wanderweg ist gut markiert, in größeren Abständen finden wir immer wieder gelbe Markierungen, die uns den Weg weisen. So wissen wir, dass wir richtig sind. Die Wande- rung ist traumhaft, aber auch verdammt anstrengend. Es geht stetig bergauf und immer an der Küste entlang. Oft offenbaren sich uns spektakuläre Ausblicke auf das tief- blaue Meer, dass an den Ufern türkisfarben schimmert und im krassen Gegensatz zu dem satten und grellen Grün der Pflanzen und der schwarzen Granitblöcke steht. Das Grün der Pflanzen blendet regelrecht in den Augen.Küstenlandschaft Der Himmel ist strahlend blau mit wunderschö- nen Schäfchen- wolken. Die Son- ne brennt uns erbarmungslos auf den Pelz. Wir schwitzen. Uwe’s T-Shirt ist vollkommen durchnässt. Der arme Kerl schleppt den schweren Rucksack mit allein schon 4 Liter Wasser. Na gut, das wird irgendwann weniger. Er meint aber, dass sich an dem Gewicht nicht viel ändern wird, da er dann das Wasser am T-Shirt hat. Also, wer in dem Reiseführer geschrieben hat, dass das eine leichte Wande- rung ist, der lügt schamlos. Ich finde sie ganz schön an- spruchsvoll. Manchmal geht es verdammt steil nach oben. Der Weg ist absolut naturbelassen, man läuft teilweise über die großen Granitbrocken, die steil ins Meer hinabfallen und auf denen manchmal eine 2-Fuß-breite Natursteinmauer errichtet ist, von der allerdings auch schon einige Steine locker sind. Wenn man den Blick nach unten richtet – und das sollte man nur tun, wenn man schwindelfrei ist – liegt einem das blaue Meer zu Füßen. Es ist einfach nur traumhaft schön, die Landschaft spektakulär.

Küstenwanderung Mitten durch den Dschungel Küstenwanderung

Wir haben schon 1 ½ Liter Wasser getrunken und mindestens das Doppelte hinaus geschwitzt. Auf dem gesamten Weg treffen wir keine Menschenseele. Als wir dann mal wieder üppigen Dickicht auftauchen sehen wir direkt unter uns eine traumhafte kleine Bucht, die von großen, glänzenden Granitblöcken eingerahmt ist. Ich bin so aufgeheizt, ich könnte glatt von hier oben ins Wasser springen. Das könnte allerdings tödlich enden, denn das erfrischende Nass müssen wir uns erst noch verdienen. D.h. es gibt noch einen steilen Abstieg. Na toll, das müssen wir später dann alles wieder raufklettern. Später allerdings heißt auch, dass uns die Sonne frontal auf’s Dach scheint. Das wird spaßig. Aber darum machen wir uns erst später Gedanken. Also diesen Strand, die Anse Major, muss man sich wirklich hart verdienen. Wir sind jetzt unten und müssen nun noch über die steilen und glatten Granitblöcke klettern und balancieren. Endlich ist der schneeweiße Strand erreicht. Ich suche schon mal für uns ein schattiges Plätzchen.Anse Major Außer uns sind noch zwei Pärchen am Strand! Wahnsinn, also total überlaufen!!! Ich habe bereits das Badetuch aus- gebreitet und die Klamotten von mir geschmissen, als auch endlich mein Uwe angekeucht kommt. Also, ich begreife das nun wirklich nicht. Anstatt erstmal mit in den Schatten zu kommen, den verdammt schweren Rucksack abzu- setzen, sich auszuziehen und dann erst Fotos zu machen – nein, er muss in voller Montur gleich und sofort foto- grafieren, als würden die Felsen in wenigen Minuten verschwinden. Schatz glaub’ mir, die hat in den letzten tausend Jahren keiner weggeschleppt, die hätten durchaus auch in 15 Minuten noch da gelegen. Aber jetzt springen wir beide erst mal ins Meer und kühlen uns erstmal ab, soweit man das bei ca. 27°C Wasser- temperatur abkühlen nennen kann. Also ich muss sagen, das ist genau meine Wassertemperatur. Ich meine, wenn ich mich abkühlen wollte, könnte ich ja nach Alaska fahren. Das Wasser ist wieder so klar, das ist ein Wahnsinn. Man kann die Sandkörner auf dem Grund zählen. Plötzlich kommen zwei Einheimische aus dem Dickicht gesprungen. Schnell verlassen wir das Wasser und gehen zu unseren Sachen zurück. Irgendwie blöd, vielleicht haben sie ja gar nichts Böses vor. Aber jeder warnt uns, die Sachen am Strand nicht unbeaufsichtigt zu lassen. Uwe verschwindet gleich wieder mit der Kamera und Schnorchelausrüstung und ist ganz begeistert von der Unterwasserwelt. Ich lümmele derweilen auf dem Badetuch und lese ein wenig. Plötzlich packt mich auch die Lust und ich nehme die Brille und den Schnorchel und will es auch mal wieder versuchen.Badewannenwasser an der Anse Major Bis jetzt habe ich mich immer nicht getraut, weiß der Geier warum. Ich bitte ein Ehepaar, doch mal einen Blick auf unsere Sachen zu werfen. Natürlich atme ich wieder total panikartig, kann mich aber nach einigen Minuten beruhigen. Uwe kommt mir entgegen geschwommen und wir schnorcheln ein- trächtig nebeneinander. Aber leider nicht lange. Das Meer ist hier gleich ziemlich tief und ich sehe ganz weit unter mir Felsen und Fische und bekomme wieder Panik. Ich muss raus und zwar sofort. War also nur ein kurzer Ausflug für mich. Ist schon scheiße, wenn man so ein Angsthase ist. Als Uwe auf dem Handtuch die Kamera aus dem Gehäuse holt merken wir, dass sie nass ist. Das kann ja wohl nicht wahr sein. Ich nehme sie in die Hand und kriege erstmal eine gewischt. Na toll, das war’s wohl. Im Gehäuse ist etwas Wasser. Allerdings scheint die Kamera aber noch zu funktionieren. Na, da haben wir aber noch mal Glück gehabt. Ich gehe noch mal schwimmen und dann lassen wir uns trocknen.Abendliche Lichtspiele auf dem Wasser Nach ca. 2 Stunden treten wir den Heimweg an. Wie ich es schon vermutet hatte ist der Aufstieg ganz schön heftig. Dann aber geht es immer oben entlang der Küste. Es ist schon weit nach 16.00 Uhr, als uns ein Pärchen entgegen kommt. Na Freunde, ob ihr das wohl noch vor Einbruch der Dunkelheit schafft ist fraglich. Und nach Sonnenuntergang ist dieser Weg lebensgefährlich. Ich frage mich immer, wie es manche Leute schaffen, so unverschämt gut auszusehen bei einer Wanderung. Sie trägt eine weiße Bluse, schicke Hosen und einen süßen Sonnenhut und ist kein bisschen verschwitzt. Im Gegenteil, sie ist eingehüllt in ein tolles Parfüm. Wir dagegen sehen eher unappetitlich aus. Ich kann es auch kaum erwarten, unter die Dusche zu kommen. Komischerweise ist auch dieser Rückweg wieder kürzer als der Hinweg. Wir kehren bei dem Seychelloise ein, der uns schon an der Haustür erwartet. Ich wette, der hat sich in der letzten Stunde hier nicht vom Fleck bewegt, nur um uns nicht zu verpassen. Wir kaufen den Rock und die Hose und lassen uns dann geschafft am Auto nieder.

Ich rauche noch eine Zigarette im Schatten der Bäume. Drei Seychelloise kommen den Berg hinauf geschnauft und einer von ihnen trägt auch noch einen großen Affen. Mann, der hat schon ganz schön einen intus. Alkohol ist ein großes Problem hier. Er ist total freundlich, kommt zu uns, stellt sich vor und redet und redet. Reden ist hier ein ganz großes Hobby, viel und gern und vor allem schnell. Man braucht immer eine Weile, um den Dialekt zu verstehen. Endlich können wir nach Hause fahren. Unterwegs finde ich noch eine Telefonzelle und wir versuchen, unseren Sohn auf dem Handy anzurufen. Offensichtlich ist er noch im Büro und nimmt deshalb das Gespräch nicht entgegen. Jetzt müssen wir aber los, duschen und umziehen. Ich hatte heute Morgen im “Boatshouse” einen Tisch für zwei für 19.30 Uhr reserviert. Heute fahren wir mit dem Auto. Das tut mir zwar für Uwe leid, dass er kein Bier trinken kann, aber laufen wollen wir nicht noch einmal. Zumal das Boatshouse ganz am Ende des Beau Vallon Beach liegt. Das Boatshouse ist ein bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebtes Restaurant, ganz rustikal. Das Dach ist mit Palmenblättern gedeckt. Ohne Reservierung hat man keine Chance, einen Tisch zu bekommen. Hier gibt es jeden Abend Büfett, so lange und so viel man essen möchte. Hier stimmt auch wieder das Ambiente. Kurz vor 20.00 Uhr wird das Büfett eröffnet. Es gibt viele verschiedene Salate, auch den super leckeren Mangosalat, und verschiedene Fisch- und Hühnchencurry sowie Fischstew. Ein Koch steht hinter einem großen Kohlegrill und brät frischen Fisch. Wir probieren die verschiedenen Salate durch und holen uns ein zweites Mal gegrillten Fisch. Dieses Mal hat Uwe ein bisschen Pech, sein Fisch ist nicht ganz durch. Da ich jetzt aber ein sehr großes Filetstück bekommen habe und eh nicht weiß, wie ich das noch schaffen soll, finde ich in ihm einen dankbaren Abnehmer. Wir haben auch die Pommes, die hier aus der Brotfrucht gemacht werden, probiert. Die schmecken viel besser als unsere Kartoffelpommes. Es gibt auch noch ein Dessertbüfett und wir holen uns hiervon jeder noch einen leckeren Obstsalat. Außerdem sind noch verschiedene Kuchen und Süßspeisen im Angebot. Für das Essen inklusive der Getränke zahlen wir am Ende 330 Rupie, das sind ca. 25 € für beide. Ich muss schon sagen, so wenig gesund wie wir uns immer auf unseren USA-Reisen ernähren, so furchtbar gesund leben wir hier: Nur Fisch, Gemüse, Reis und viel Obst. Wir beschließen den Abend auf der Terrasse mit einem kühlen Chardonney und gehen gegen 22.30 Uhr ins Bett.

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Trailbeschreibung zur Anse Major

Die Anse Major ist ein abgelegener Strand im Nordwesten von Mahé. Diese wunderschöne Bucht ist nur zu Fuß oder per Boot zu erreichen. Da wir die Wanderung noch von unserer Seychellenreise in 2007 gut in Erinnerung hatten, wollten wir sie unbedingt auf unserer diesjährigen Reise wiederholen.

Wegstrecke: ca. 3 km einfach
Höhenunterschied: ca. 70 m
Zeitbedarf: ca. 1,5 – 2 Stunden/Strecke
Schwierigkeitsgrad: Einfach – allerdings liegt der größte Teil der Strecke in der Sonne.
Wichtig: Genügend Wasser mitnehmen. Hier gibt es keine Möglichkeit, irgendetwas zu kaufen. Sonnenschutz nicht vergessen.
Schuhe: Trekkingsandalen oder Turnschuhe
Belohnung: Wunderschöne Bucht zum Schwimmen und Schnorcheln.

Anfahrt

Mit dem Bus:

SPTC-Buslinie 21 von Victoria nach Bel Ombre. An der Station Danzil aussteigen.

Mit dem Auto:

Vom Stadtzentrum in Victoria fährt man Richtung Ampel und biegt links in die Revolution Avenue ab. Die Straße führt in Serpentinen bergauf und auf der anderen Seite wieder hinab. Der Straßenverlauf führt direkt zur Beau Vallon Polizeistation.
Hier biegt man links ab und fährt ca. 3 km weiter in Richtung Bel Ombre bis zum Ende der Straße (Richtung Danzil). Dabei lässt man das „La Scala“ Restaurant linker Hand liegen und fährt den Berg hinauf. Hier ist ein kleiner Parkplatz vorhanden, auf dem man sein Auto abstellen kann.


Im Hintergrund kann man bereits das Hinweisschild des Naturpfades erkennen.




Hier folgt man nun dem Hinweis bergauf und erreicht den kleinen, aber langgezogenen Ort Danzil, dessen Häuser linker Hand liegen.




Der Trail von Danzil zur Anse Major verläuft meist entlang der Grenze des Morne Seychellois Nationalparkes. Wenn man Danzil hinter sich gelassen hat führt der bis dahin noch asphaltierte Weg leicht bergab in den Wald.


Der Weg windet sich jetzt ein Stück durch den Wald. Man sollte hier den Schatten genießen, so schnell kommt man nicht wieder in den Genuss. :-) Dabei entfernt man sich etwas von der Küste.

Dann folgt der erste Anstieg zu den Granitfelsen. Hier hält man sich links. Linker Hand befindet sich eine recht große Bauruine, die gleichzeitig das letzte Gebäude ist. Der rechte Weg ist nur kurz und führt auf einen Granitfelsen, der einen schönen Ausblick auf die Küstenlinie und das darunter liegende Meer bietet.


Hin und wieder findet man auch die gelben Wegmarkierungen auf Granitsteinen.


Der Kontrast zwischen dem üppigen und leuchtenden Grün und den Granitfelsen ist unbe- schreiblich.


Der Weg steigt allmählich an und führt aus dem Wald heraus.


Und es geht immer noch ein Stück höher.

Der Weg führt nun durch Granit, der sich großflächig ober- und unterhalb des Pfades ausdehnt.


Jetzt hat man die Höhe des Weges erreicht, ca. 100 m über dem Meer und läuft fast nur noch geradeaus. Die Aussichten auf das darunter liegende funkelnde Meer, das von türkis bis blau leuchtet, sind atemberaubend.




Bei schönem Wetter kann man während der gesamten Wanderung die Inseln Silhouette und North Island sehen.
Teilweise muss man schmale Wege, die mittels Natursteinen angelegt sind, balancierend überwinden.




Hin und wieder passiert man kleinere schattige Abschnitte, die allerdings auf diesem Weg eher selten sind.

Wenn man ca. 3/4 des Weges hinter sich gebracht hat erreicht man eine „Höhle“, die aus riesigen heruntergefallenen Felsblöcken entstanden ist. Hier hat man noch einmal die Möglichkeit, im Schatten auszuruhen.


Von hier aus führt der Weg nun allmählich, teilweise aber auch steil wieder abwärts.

Da freut man sich doch schon wieder auf den Aufstieg – der ist dann richtig fies! :-)

Plötzlich kommt die Bucht in Sicht.

Man erreicht nach wenigen Metern einen kleinen überdachten Picknickplatz, von dem aus man die wunderschöne Bucht bewundern kann. Die Anse Major hat einen langen, weißen Sandstrand und ist umgeben von bewaldeten Bergen.




Von diesem Picknickplatz hat man einen fantastischen Blick auf die Bucht und die Korallen im türkisfarbenen Wasser.

Jetzt ist man seinem Ziel schon sehr nahe. Nach diesem Aussichtspunkt zweigt links ein extrem steiler Weg hinunter zur Bucht, an dessen Ende man noch über einige Granitblöcke klettert – und dann ist es geschafft.

Unten angekommen ist es am besten, man sucht sich schnellstens ein schattiges Plätzchen und stürzt sich in die erfrischenden, 26°C warmen Fluten, um sich abzukühlen. :-)


Wer den Rückweg nicht zu Fuß gehen will kann ein Taxi-Boot mieten. Der Fahrpreis kostet (Mai 2013) 150 Rupien (10,00 €) pro Person.

Wir haben auch den Rückweg zu Fuß genommen.

Wir wünschen viel Spaß bei dieser sehr schönen Wanderung!

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